Fatimakapelle Furtwangen

 
Von der Fatimakapelle oberhalb des Furtwanger Friedhofs bietet sich ein besonders schöner Blick über die Schwarzwaldstadt. Sitzgelegenheiten in und vor der Kapelle laden zum Verweilen ein. In der Kapelle liegt ein Faltblatt bereit, das über die Geschichte mit Text und Bildern anschaulich informiert.
 
Demnach reichen die Wurzeln der Kapelle ins Jahr 1944 zurück, als etliche Furtwanger Bürger angesichts der Schrecken des Zweiten Weltkriegs ein Gelübde ablegten, der Mutter Jesu eine Kapelle zu errichten, wenn die Stadt den Krieg möglichst unbeschadet überstehe. Groß war die Angst vor der Zerstörung der Stadt, aber auch tief die Erkenntnis der Sinnlosigkeit des Krieges.
Die Not habe die Bürger der Stadt geeint, und das Versprechen habe Konfessions- und Glaubensgrenzen überwunden, heißt es in dem Faltblatt, dessen Text von Beate Reiner und Dorothea Nopper erstellt wurde.
 
Die Verbundenheit der Gläubigen mit Maria zeigt sich auch an den Dankesworten auf mehreren Holztafeln in der Kapelle.
 
Am 23. April 1945 wurde das Bregtal zu einem Heerlager von 30  000 Mann. Die Lage schien aussichtslos. Doch bereits einen Tag später, am 24. April, wurden plötzlich alle Truppen abgezogen. Am 25. April 1945 war Furtwangen frei von Militär; den um 13 Uhr einrückenden Franzosen wurde der Ort kampflos übergeben. „Furtwangen war gerettet“, heißt es weiter in dem Faltblatt.
Das Versprechen, die Kapelle zu errichten, wurde in den Folgejahren eingelöst. In einem Schreiben des Stiftungsrates an die Pfarrgemeinde vom 20. Februar 1947 heißt es: „So wollen wir also den Bau dieser schlichten, aber würdigen Kapelle beginnen. Nicht nur ein Denkmal soll es sein, nein, ein Dankmal soll vom Berge heruntergrüßen und auf die beschützt gewesene Stadt, soll fernen Geschlechtern erzählen von der wunderbaren Errettung des Ortes und von der durch den damaligen Pfarrer Simon unablässig gelehrten und bewiesenen Macht des Gebetes. Sie soll aber auch die Bewohner Furtwangens hinaufziehen, die Dankbarkeit durch stilles Gebet fortzusetzen.“
 
Im Jahr 1948, also vor 70 Jahren, wurde die Kapelle oberhalb der Stadt dann feierlich eingeweiht.
Noch heute findet jedes Jahr am 15. August, Mariä Himmelfahrt, ein Gedenkgottesdienst statt, zu dem die Kirchengemeinde alle einlädt. Da die Kapelle zu klein ist, alle Besucher zu fassen, findet der Gottesdienst vor der Kapelle im Freien statt. 
 
(https://www.suedkurier.de/region/schwarzwald/furtwangen/Was-hinter-dem-Bau-der-Furtwanger-Fatimakapelle-steckt;art372517,9854338)
 
 
Öffnungzeiten
von Mai – Oktober jeweils am Mittwoch und Sonntag, sowie an Feiertagen.