Gaius (Cajus)

Namenstage: Gaius

Funktion: Heiliger, Papst

Gedenktag: 22. April

orthodoxe Ostkirchen: 11. August

Gaius (Cajus) war der Nachfolger des am 7. Dezember 282 (oder 283) verstorbenen Papstes Eutychianus (hl.). Er wurde zehn Tage nach dessen Tod zum Oberhaupt der römischen Christengemeinde geweiht und amtierte in der Friedenszeit vor dem Beginn der grausamen Verfolgungen unter Kaiser Diokletian (284–305). Die Legende aus dem 6. Jahrhundert lässt Gaius aus Dalmatien (heute Kroatien) kommen, macht ihn zu einem Verwandten Diokletians sowie zum Onkel der hl. Susanna und bringt ihn mit dem Stifter des »titulus Gaii« in Verbindung. Historisch gesicherte Nachrichten über seine Herkunft und sein Wirken gibt es jedoch nicht. Man weiß nur, dass er am 22. April 295 (oder 296) eines natürlichen Todes starb und in der Papstgruft der Calixtus-Katakombe an der Via Appia beigesetzt wurde, wo man Anfang des 20. Jahrhunderts bei Ausgrabungen seine Grabinschrift entdeckte.

Darstellung: im Papstgewand

Attribute: Tiara, Kreuzstab (mit zwei oder drei Querbalken)

 

Quelle: Herder-Verlag

Dieser Text ist dem "Lexikon der Heiligen und Namenstage" entnommen. Albert Urban (Hg.), Herder-Verlag, Freiburg, 2010